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GUT VERSORGT – NR. 1: RUND UM DIE GEBURT

Gute Geburtshilfe muss in Berlin zum Standard werden und darf kein Luxusgut sein

Eine gute Versorgung rund um die Geburt hilft werdenden Eltern beim Start in ein gutes Familienleben und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Frauen- und Familiengesundheit sowie zum Kinderschutz. Die verschiedenen Versorgungsstrukturen müssen gut miteinander verzahnt und ausreichend verfügbar sein. Einen besonders wertvollen Beitrag leisten die Hebammen und Entbindungspfleger. Sie sind die Expert*innen für die Zeit vor, während und nach der Geburt und leisten durch ihre langfristige und persönliche Begleitung werdender Eltern und junger Familien einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag.

Jede Frau hat Anspruch auf die freie Wahl des Geburtsortes und während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit Anspruch auf Hebammenhilfe. Im Jahr 2016 wurden knapp 43.000 Babys in Berlin geboren – mit etwa 5.000 Geburten mehr als im Vorjahr ist das ein echter Babyboom. In Berlin gibt es 19 Krankenhäuser und acht Geburtshäuser, in denen Frauen ihr Kind zur Welt bringen. Die meisten Geburten erfolgen an Berliner Krankenhäusern, nur etwa 3,5 % im außerklinischen Bereich. Eine Hebamme im Krankenhaus betreut aktuell ein bis drei Geburten parallel. Für eine 1:1-Betreuung fehlt meist das Personal.

Unsere Forderungen in Kürze

  • Angebot und Nachfrage von Hebammenleistungen erheben
  • Runden Tisch Geburtshilfe verstetigen: konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten
  • Maßnahmenplan (ressort- und berufsgruppenübergreifend) umsetzen
  • Hebammen-Vermittlungsplattform bereitstellen
  • Hebammen zurück in die Geburtshilfe holen und hebammengeleitete Kreißsäle unterstützen
  • Arbeitsbedingungen und Vergütung von Hebammen und Entbindungspflegern verbessern
  • Hebammenausbildung akademisieren und Attraktivität des Berufsbildes steigern
  • Haftpflichtproblematik mittels Bundesratsinitiative lösen
  • Recht auf freie Wahl des Geburtsortes sichern
  • Kreißsäle und Geburtshäuser ausbauen
  • Schnittstellenmanagement zwischen den Versorgungsstrukturen verbessern