Verkauf der Wasseranteile nützt den Berliner KundInnen nichts - Preise bleiben hoch
Heidi Kosche, Sprecherin öffentliche Grundversorgung und Mitglied im Sonderausschuss Wasserverträge, sagt zu dem RWE-Wasser-Deal:
Die Berliner WasserkundInnen werden die Zeche für den völlig überhöhten Rückkaufpreis der RWE-Anteile zahlen. Obwohl sich ParlamentarierInnen seit Monaten im Sonderausschuss Wasserverträge um eine Lösung bemühen, die Teilprivatisierungsverträge der Berliner Wasserbetriebe kostengünstig oder kostenneutral aufzulösen, werden die Anteile der RWE zu einem völlig überhöhten Rückkaufpreis von um die 600 Millionen Euro durch das Land Berlin getätigt.
Aus sich selbst heraus soll sich die zu hohe Rückkaufsumme von über 600 Millionen Euro Anteile von RWE der Berliner Wasserbetriebe finanzieren, erläuterte gestern der Finanzsenator im Berliner Parlament. Damit meint er nur, dass die Wasserpreise weiterhin hoch bleiben und die Refinanzierung des Kredites, der für den Kauf der RWE-Anteile aufgenommen werden soll, aus den Gewinnen der Wasserbetriebe in den nächsten Jahren erfolgen soll.
Senator Nussbaum hat in diversen Interviews selber erklärt, dass der Unternehmenswert der BWB sinken würde, wenn die Wasserpreise niedriger seien. Eine Trinkwasserpreissenkung steht kurz bevor, denn das Bundeskartellamt wird seine Preissenkungsverfügung noch in diesem Monat erlassen und damit werden die Trinkwasserpreise in Berlin endlich um 50 Cent/Kubikmeter billiger.
