Keine Unterstützung für einen besseren Kinderschutz durch Rot-Schwarz!
Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin für Familie, Jugend und Kinder, sagt zur Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie:
Die rot-schwarze Koalition vernachlässigt weiter eine Verbesserung der Bedingungen für den Kinderschutz in Berlin, obwohl KinderschutzexpertInnen dies bei einer Anhörung im Jugendausschuss gefordert hatten. Auch die Fallanalyse im Auftrag des Jugendamtes Pankow ergab Handlungsbedarf.
Der Rot-Schwarze Senat treibt durch seine pauschalen Zielzahlen den Abbau von Personal in den Bezirken massiv voran, so dass viele Bezirke nicht in der Lage sind, ihre Jugendämter angemessen mit Personal auszustatten. Die bestehende Überlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kinderschutz wird also weitergehen. Zeitdruck und Überlastung führen dazu, dass Hilfen nicht immer so passgenau und zielgerichtet sind, wie sie sein sollten. Leidtragende sind die betroffenen Familien und im schlimmsten Fall kommen Kinder zu Schaden.
Zwar hat die Koalition Vorschläge aufgegriffen, Verbesserungen der Erreichbarkeit der Hilfsdienste zu prüfen und den Kinderschutz in Zukunft besser in der Lehrerbildung zu verankern, aber das Grundproblem der dauernden Überlastung der im Kinderschutz Tätigen besteht fort. Damit bleibt der Kinderschutz in Berlin selbst gefährdet.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat im März einen Antrag ins Parlament eingebracht, um die Personalnot der Jugendämter in den Bezirken zu entschärfen und die Verfahren zur Umsetzung der Kinderschutzregelungen zu verbessern.
