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In der Diskussion über Einsparpotenziale spielt immer wieder eine Rolle, dass sich Berlin einen Zoo und einen Tierpark leistet. Dabei wird verkannt, dass es sich um Einrichtungen mit völlig unterschiedlichem Charakter handelt, deren Existenz in der Teilung der Stadt begründet ist.
Während der Zoologische Garten im Jahre 1844 als erste Einrichtung dieser Art in Deutschland eröffnet wurde, entstand der Tierpark Friedrichsfelde erst 1955 als Folge der Teilung der Stadt. Während der Zoo mit seinen großen Tierhäusern und dem Aquarium in zentraler Stadtlage aufwarten kann, bietet der Tierpark großzügige Landschafts- und Parkanlagen im ehemaligen Schlosspark in Friedrichsfelde.
Die Diskussion um die Schließung einer der beiden Einrichtungen müßig, da ein solches Unterfangen am Widerstand der tierliebenden BerlinerInnen scheitern würde.
Haushaltsnotlage und die Klage um Bundeshilfen gebieten allerdings auch bei den zoologischen Anlagen die größtmögliche Sparsamkeit.
Um die leidige Diskussion über zwei Zoos zu beenden, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Zoo Berlin AG auf, ein Konzept für einen Berliner Zoo mit zwei Gesichtern, bestehend aus Berliner Tierpark und Zoo, zu entwickeln. Folgende Eckpunkte sollen dafür gelten:
Ziel ist es, beide Zoo-Standorte zu sichern, langfristig mit geringeren Zuwendungen auszukommen und gleichzeitig den Tierschutz zu verbessern und die Debatte um Ausstattungsvorsprünge ein für alle mal zu beenden.