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Die am häufigsten an die grüne Fraktion gestellte Frage in den letzten Tagen lautete:
Warum unterstützten die Grünen die Initiative "Squat-Tempelhof"?
Die kurze Antwort lautet:
Weil wir das inhaltliche Anliegen der Initiative teilen, das Gelände endlich für die öffentliche Nutzung freizugeben, insbesondere die vorhandenen intakten Sportflächen. Für die angrenzenden Kieze wäre das eine große Entlastung. Hier ist eine Entscheidung des Senats längst überfällig.
Dennoch ein großes ABER: Anders als vielerorts behauptet, haben wir uns bei jeder Stellungnahme immer wieder deutlich von den absolut sinnlosen und in keiner Weise politisch begründbaren Gewaltattacken gegen Autos und Gebäude ausgesprochen und ihre harte und eindeutige Ahndung durch die Polizei gefordert. Für die Squat-Tempelhof-Initiative hatten wir solange Verständnis, wie die Initiatoren versprachen, dass es eine friedliche Aktion als Kritik am Senat werden würde.
In dem Maße, wie im Verlauf der "Aktionswoche" zwischen dem 15. und 19. Juni sogenannte "autonome" Gewaltangriffe zunahmen, ohne dass sich die Squat-Tempelhof-Initiative davon klar abgrenzte, mussten wir unsere Haltung revidieren. Wir haben die Initiatoren aufgefordert, die Aktion kurzfristig abzusagen.
Unsere Verärgerung über den Umgang des Senats mit dem ehemaligen Flughafen Tempelhof hat insbesondere fünf Gründe:
Mit all diesen falschen Weichenstellungen vertut der Senat die Chancen, die Berlin mit dem Gewinn des geschlossenen Flughafens eigentlich haben könnte. Das finden wir in höchstem Maße ärgerlich.

