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Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher, sagt zur mangelhaften Ganztagsbetreuung für Kinder der 5. und 6. Klassen:
Dass die Ganztagsschule den richtigen Rahmen für individuelle Förderung und damit für mehr Bildungschancen darstellt, ist pädagogisch und wissenschaftlich unumstritten. Aus diesem Grund wird im Zuge der Sekundarschulreform die zukünftige Sekundarschule richtigerweise als Ganztagsschule in gebundener oder offener Form eingerichtet. Um so unverständlicher ist es, dass der Senat weiterhin nicht bereit ist, die Betreuungslücke in der 5. und 6. Klasse der Grundschule zu schließen. Pädagogische, fachliche oder bildungspolitische Gründe gibt es dafür keine. Im Gegenteil.
Deshalb fordern wir mit unserem beiliegenden Antrag die Abschaffung der "besonderen Bedarfsfeststellung" für die Nachmittagsbetreuung der SchülerInnen in der 5. und 6. Klasse und wissen dabei Elternvertretungen und die Fachverbände auf unserer Seite. Nur so macht das Bildungsprogramm für die Ganztagsschule Sinn und bietet genau den SchülerInnen Hilfe, die eine gezielte und individuelle Förderung nötig haben.
Herr Zöllner, beseitigen sie diesen pädagogischen und bürokratischen Unsinn! Es erschließt sich niemandem mehr, weshalb in den Klassen 1 bis 4 und ab der 7. Kassen eine ganztätige Betreuung gewährleistet wird, aber den SchülerInnen der Klassen 5 und 6 diese Betreuung vorenthalten wird und nur in Ausnahmefällen und nach einer besonderen Bedarfsprüfung gewähret wird.
Diese unnötige Hürde gehört dringend abgeschafft. Berlin braucht keine Lückekinder in der Grundschule, sondern eine vernünftige Ganztagsförderung auch in den Klassen 5 und 6!
