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Jasenka Villbrandt, sozialpolitische Sprecherin, sagt zu dem Finanzgebaren bei der Treberhilfe:
Fakt und notariell beglaubigt ist, dass der Geschäftsführer der Treberhilfe gGmbH Hans-Harald Ehlert seine Gesellschaftsanteile von ursprünglich 12 500 Euro auf 500 000 Euro aufgestockt hat. Bedient hat er sich dazu aus der satzungsgemäßen Rücklage des Vereins. Erfüllungsgehilfe bei diesen Transaktionen war Christian Jäger, alleinvertretungsberechtigter Vorstand der Treberhilfe e.V.
Welche weiteren Finanzgeschäfte das Duo getätigt hat und welche Folgen dies haben wird, ist bislang noch nicht vollständig aufgeklärt. Klar ist, dass hier die Machtposition eines Gesellschafters und zudem noch Geschäftsführers auf Kosten der Beschäftigten und nicht zuletzt auf Kosten der Hilfebedürftigen ausgebaut wurde.
Dass das System Ehlert über Jahre funktioniert hat, ist auch der Tatsache geschuldet, dass niemand nachgefragt hat. Man kennt sich eben. So konnte der ehemalige SPD-MdA Ehlert dank eines gut funktionierenden Amigo-Netzwerks schalten und walten wie er wollte.
Wie kann eine gemeinnützige Firma, die Spenden und öffentliches Geld erhält, solche Summen anhäufen, dass sie Gesellschaftsanteile bis zu einer halben Million aufstocken und Investitionen in Immobilien und Luxusautos tätigen kann? An welcher Stelle wird stattdessen gespart? Dieser Vorgang muss vollständig und umgehend aufgeklärt werden.
Alle Beteiligten am sozialen Hilfesystem müssen sich selbstkritisch fragen, warum hier - bewusst oder unbewusst – jahrelang weg geschaut wurde. Wir brauchen Transparenz und ein funktionierendes Controlling im sozialen Hilfesystem, es muss sichergestellt werden, dass das Geld bei den hilfebedürftigen Menschen und den HelferInnen landet und nicht für dubiose Finanzspekulationen missbraucht wird.