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Claudia Hämmerling, verkehrspolitische Sprecherin, sagt zu der vom VBB geplanten Bus- und Bahnkundenbefragung:
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) befragt von diesem Montag an KundInnen von Bus und Bahn. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ruft zum Mitmachen auf! Denn das Fahrgastverhalten beeinflusst das Handeln des Verkehrsverbundes.
Auf diesem Weg kann auch herauskommen, wie viele vom S-Bahn-Chaos betroffene Fahrgäste auf andere Verkehrmittel umgestiegen sind und wie die Einnahmen im VBB künftig gerecht aufgeteilt werden können. So kann beispielsweise die BVG mehr Geld bekommen, um damit auf stark frequentierten Trassen mehr Verkehr anzubieten und Ausfälle der S-Bahn zumindest teilweise zu kompensieren.
Im Verkehrsverbund Berlin Brandenburg teilen sich BVG, Regionalbahnen, S-Bahn und private Busunternehmen die Einnahmen. Bislang erhält die S-Bahn ungefähr 40 Prozent, das sind schätzungsweise etwa 400 Millionen Euro. So viel steht ihr aber schon längst nicht mehr zu. Wegen des S-Bahn-Chaos sind viele S-Bahn-Fahrgäste auf andere Verkehrsmittel umgestiegen. Der Fahrgastverband schätzt die Zahl der abgewanderten S-Bahn-Fahrgäste auf 70 Millionen pro Jahr. Alle Fahrgästen sollten sich etwa zwei Minuten Zeit für die Befragung nehmen, auch damit die S-Bahn nicht länger Geld kassiert, welches ihr wegen der zahlreichen Pannen nicht zusteht.
Die S-Bahn hat aber auch aus einem anderen Grund keinen Anspruch auf die vollständigen Fahrgeldeinnahmen. Schließlich erbringt sie ein Viertel weniger an Leistung, als dies vertraglich vereinbart ist. Demnach stehen ihr bestenfalls schätzungsweise 300 Millionen Fahrgeldeinnahmen zu. Das sind etwa 100 Millionen Euro zu viel. Diese Summe muss die S-Bahn den Fahrgästen zurückerstatten.