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Clara Herrmann, Sprecherin gegen Rechtsextremismus, erklärt zum geplanten Neonazi-Aufmarsch:
Ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und Politik ruft alle Berlinerinnen und Berliner dazu auf sich an den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch am 10. Oktober zu beteiligen. Die Zivilgesellschaft darf es nicht zulassen, dass Neonazis ungestört durch die Mitte Berlins marschieren.
Wir rufen deswegen alle Demokratinnen und Demokraten auf am Samstag ein friedliches Zeichen gegen die menschenverachtende Ideologie der Rechtsextremen zu setzen.
Alles auf einen Blick:
Demonstration gegen den Neonazi-Aufmarsch am Alexanderplatz
Motto: Bunt, laut & friedlich!
Datum: Samstag, 10. Oktober
Uhrzeit: 11.30 Uhr
Ort: Haus des Lehrers (Karl-Marx-Allee/Alexanderplatz)
Am Samstag, den 10. Oktober wollen Neonazis vom Alexanderplatz aus durch Berlin marschieren. Sie nehmen den Angriff auf die bei Rechtsextremen beliebte Kneipe "Zum Henker" in Treptow-Köpenick als Vorwand, sich als Vertreter von Recht und Ordnung darzustellen. Der ursprünglich für Samstag geplante Aufmarsch in Königs Wusterhausen für ein "nationales Jugendzentrum" wurde abgesagt. Jetzt mobilisieren die Neonazis bundesweit für einen Aufmarsch in Berlin.
Dabei ist die Heuchelei der Neonazis offensichtlich: Sie stellen sich als Hüter von Recht und Ordnung dar, aber bedrohen andererseits offen auf rechtsextremen Internetportalen Menschen, die sich mit demokratischen und friedlichen Mitteln gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus engagieren. Sie greifen Demokraten an, die in Dresden gegen einen Nazi-Aufmarsch demonstriert haben, und attackieren eine Gewerkschaftsdemo in Dortmund. Im Thüringer Wahlkampf hat die NPD den CDU-Kandidaten Schall bedroht. Allein im letzten Jahr wurden 14.000 rechtsextrem motivierte Straftaten angezeigt, davon über 1.300 in Berlin. Es ist also ihre Ideologie, die zu Gewalt gegen anders Aussehende, Lebende oder Liebende führt!
Wir wollen die Menschen, die sich in Treptow-Köpenick, in Berlin und anderswo mit friedlichen und demokratischen Mitteln aber entschlossen gegen rechtsextreme Strukturen engagieren unterstützen und ihnen unsere Solidarität zeigen. Wir wollen dem geplanten Naziaufmarsch entgegentreten- bunt, laut und gewaltfrei.
Am Samstag, 10 Oktober, findet deshalb um 11.30 Uhr eine Kundgebung in der Nähe vom Alexanderplatz statt, zu der wir alle demokratisch engagierten Bürgerinnen und Bürger aufrufen.
Weitere Informationen unter: www.mbr-berlin.de
AufruferInnen:
Amadeu Antonio Stiftung
Bündnis 90/Die Grünen, Landesvorstand Berlin
Die Linke, Landesverband Berlin
Jusos Berlin
Grüne Jugend Berlin
Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Treptow-Köpenick
AG Rechtsextremismus des ver.di Landesbezirksvorstandes Berlin-Brandenburg
Andreas Köhn, stellv. Landesbezirksleiter ver.di Berlin-Brandenburg
Sonntags Club e.V. - Berliner Vereinigung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*
ReachOut-Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste eV
UBI KLiZ e.V. - Initiative gegen Rechts Friedrichshain
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten - Berliner VVN-BdA e.V.
Clara Herrmann, MdA
Evrim Baba, MdA
Christina Emmrich, Bezirksbürgermeisterin Berlin-Lichtenberg
Dirk D. Retzlaff, Bezirksstadtrat für Jugend und Schule in Treptow-Köpenick von Berlin
Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung
Matthias Schmidt, BVV Treptow-Köpenick
Oliver Igel, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Treptow-Köpenick
Yvonne de Andrés, YDEA | consulting
Bildungsteam Berlin-Brandenburg
Astrid Rothe-Beinlich MdL
Martin Wilk
Jörg Fischer-Aharon, Vorsitzender haKadima - Bildungswerk für Demokratie und Kultur e.V
Johannes Zerger, Geschäftsführer Stiftung Demokratische Jugend
Carola Scheibe-Köster, Kreisgeschäftsführer Grüne Berlin-Neukölln
Dr. Martin Jander, Historiker und Journalist (Berlin)
Malte Spitz, Mitglied des Bundesvorstandes BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN
Reiner Schiller-Dickhut
Harry Schapira, Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e.V.