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Anja Kofbinger, frauenpolitische Sprecherin, erklärt zum internationalen Frauentag am 8. März:
Deutschland ist ein Entwicklungsland im Lohngefälle zwischen Männern und Frauen. Im Durchschnitt verdienen Frauen 23 Prozent weniger als Männer. Damit bildet Deutschland das Schlussschlicht im europäischen Lohnvergleich.
Diese Diskriminierung ist nicht nur ein Gerechtigkeitsproblem, sondern schränkt auch die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft ein. Um gegenzusteuern, gibt es ein wichtiges Instrument: den gesetzlichen Mindestlohn. Davon würde jede fünfte Erwerbstätige profitieren. Bündnis 90/Die Grünen fordern die rot-rote Koalition auf, sich auf Bundesebene stärker für einen allgemeinen Mindestlohn einzusetzen.
Eine Ursache für die Lohnungleichheit ist die hohe Teilzeitquote bei Frauen, zudem arbeiten viele Frauen in als typisch weiblich geltenden Branchen, die zum Niedriglohnbereich gehören. Sie sind zudem aufgrund der geringeren Verdienste oft nicht in der Lage, sich ausreichend sozial abzusichern. Deshalb wird es in Deutschland eine zunehmende Altersarmut bei Frauen geben. Der gesetzliche Mindestlohn wäre ein erster Baustein, dem entgegenzuwirken.
Frauen verdienen 100 Prozent Lohn, deshalb fordern die Grünen, das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen schnellstmöglich abzubauen.