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geboren 1962 in der Uckermark
zwei Kinder
Geschäftsführer
andreas.otto@gruene-fraktion-berlin.de
Als direkt gewählter Abgeordneter vertrete ich den Wahlkreis um den Helmholtzplatz, den Falkplatz und den Arnimplatz in Prenzlauer Berg im Parlament. Alles was dort passiert, ist spannend und geht mich an. So haben die U-Bahnhöfe Eberswalder Straße, Vinetastraße und Senefelderplatz auch 18 Jahre nach der Vereinigung keinen Aufzug. Mütter mit Kinderwagen und Mobilitätsbehinderte können den Bahnsteig nicht ohne fremde Hilfe erreichen. Das muss sich ändern.
Auch der Mauerpark ist nur halb fertig. Die Flächen des bisherigen Gewerbegebietes im Wedding müssen endlich bepflanzt und öffentlich nutzbar werden. Im 20. Jahr des Mauerfalls muss es damit endlich vorangehen.
Ob Baumfällungen, denen wir mit selbstorganisierten Pflanzungen begegnen, Schwierigkeiten mit den Schulplätzen oder der Finanzierung der Arbeit freier Träger der Jugendsozialarbeit in Pankow - wenn es Probleme gibt, versuche ich zu helfen.
Als ich 1986 als Student in Ostberlin vom Skandal um den Charlottenburger Baustadtrat Antes hörte, hätte ich nie erwartet, einmal selbst in einem Untersuchungsausschuss im vereinten Berlin mit Bauskandalen zu tun zu bekommen. Die Berliner Baupolitik erscheint wie eine lange Kette von zweifelhaften Immobiliengeschäften, Finanzmanövern und Parteispenden. Im Untersuchungsausschuss "Spreedreick" versuchen wir gegenwärtig herauszufinden, welcher finanzielle Schaden für Berlin aus dem Grundstücksdeal am Bahnhof Friedrichstraße und dem Planungsgebaren der Behörden entstanden ist.
Aber Baupolitik heißt auch, sich zu den vielen Bauvorhaben der Hauptstadt positionieren zu müssen. Zumal deren Sinn und Kosten - vorsichtig ausgedrückt - sich nicht immer allen Bürgerinnen und Bürgern erschließen. Ob der Aufbau des Schlosses, die Sanierung der Staatsoper oder die Überholung des ICC, alles Projekte die viele Millionen öffentliche Mittel verschlingen. Oder die aktuelle Debatte um weitere Hochhäuser in der City West oder am Alexanderplatz. Meines Erachtens müssen diese Planungen dringend überdacht werden.
Berlin muss viel mehr tun, um Öffentliche Bauten sowie Wohn- und Bürogebäude für die Zukunft tauglich zu machen. Ob Schulen, Kindergärten oder Plattenquartiere - vielfach fehlt es besonders an Wärmedämmung und moderner Heizungstechnik. Nicht einmal für alle öffentlichen Gebäude gibt es einen Energieausweis, der die Basis für eine sinnvolle energetischer Sanierung ist. Ob Hausbesitzer, große Wohnungsbaugesellschaften oder die öffentliche Hand - alle müssen in die Zukunft investieren.
Die Bevölkerungszahl Berlins steigt an. Besonders das Wohnen in der Innenstadt ist gefragt. Ich setze mich für selbstbestimmte Wohnprojekte ein, beispielsweise in Form von Baugruppen. Aber das ist nur ein kleiner Teil - Berlin ist eine Mieterstadt. Die Mieten dürfen nicht zu stark ansteigen. Das führt zu Ausgrenzungen und zerstört einen wesentlichen Standortvorteil der Stadt, nämlich die bezahlbaren Wohnungen. Als Mittel zur Bildung der ortsüblichen Mieten dient der Mietspiegel. Ich möchte, dass im Mietspiegel insbesondere die energetische Qualität der Wohngebäude berücksichtigt ist.
Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit bei der Robert-Havemann-Gesellschaft bin ich auch im Parlament und in der Fraktion Ansprechpartner für viele "Ost-Themen". Die Spektrum geht hier vom jährlichen Bericht des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen oder den Bildungsfragen im Zusammenhang mit Opposition und Widerstand im Sozialismus bis hin zu unserer Veranstaltungsreihe zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution und des Mauerfalls.
Aufgewachsen bin ich unter dem Eindruck rücksichtsloser Umweltzerstörung durch sozialistische Industrie und Landwirtschaft in der DDR. Und einer Informationspolitik, die nur der Geheimhaltung und Vertuschung diente. Für Demokratie und für Umweltschutz bin ich 1989 auf die Straße gegangen und habe demonstriert. Deshalb waren und sind Bündnis 90/Die Grünen genau die richtige Partei für mich.
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