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In Berlin wird es in den nächsten Jahren immer mehr Ganztagsschulen geben. Die ganztägige Betreuung bietet die Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen neben einer gesunden Ernährung auch mehr Bewegung und Sport anzubieten. Um die Chancen der Ganztagsschule zu nutzen, muss der Senat ein flächendeckendes Sport- und Bewegungsangebot für die Ganztagsbetreuung entwickeln, einführen und sicherstellen.
Der Berliner Senat hat diese Herausforderung zwar erkannt, aber noch zu wenige Maßnahmen ergriffen, um mehr Bewegung in die Schule zu bringen.
Welche Lösungsansätze gibt es, damit den Berliner Schülerinnen und Schülern ein größeres Sport- und Bewegungsangebot im Rahmen des Ganztagsschulbetriebs ermöglicht werden kann? Auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Oppositionsfraktionen haben wir folgende Positionen und Forderungen an den Senat zusammengetragen.
In Berlin wird es in den nächsten Jahren immer mehr Ganztagsschulen geben. Die ganztägige Betreuung bietet die Möglichkeit Kindern und Jugendlichen neben einer gesunden Ernährung auch mehr Bewegung und Sport anzubieten.
Um die Chancen der Ganztagsschule zu nutzen, muss der Senat ein flächendeckendes Sport- und Bewegungsangebot für die Ganztagsbetreuung entwickeln, einführen und sicherstellen.
Immer mehr Kinder leiden unter Bewegungsmangel, sind übergewichtig und falsch ernährt. Die drei obligatorischen Sportstunden pro Woche können diesen Mangel nicht ausgleichen.
Um dem Bewegungsmangel gezielt entgegenzuwirken muss für zusätzliche Sport- und Bewegungsangebote an Ganztagsschulen qualifiziertes Personal z.B. Trainer/innen oder Erzieher/innen mit Trainerlizenz bereit gestellt werden.
Mit der Ganztagsschule sind auch die Sportvereine vor eine neue Situation gestellt. Die Kinder, die am Nachmittag in den Sportverein gekommen sind, bleiben nun länger in der Schule. Den Kindern fehlen die zusätzlichen Sport- und Bewegungsangebote im Verein. Den Vereinen fehlen die Mitglieder und der Nachwuchs für den Leistungssport
Die Kooperationen zwischen Vereinen und Schule müssen konsequent gefördert und ausgebaut werden. Angelehnt an das Programm "Schule und Verein" ist die Finanzierung sicher zu stellen.
Das ehrenamtliche Engagement von Vereinsmitgliedern kann auch für zusätzliche Sport- und Bewegungsangebote genutzt werden.
Durch regelmäßige Konsultationen zwischen den Verantwortlichen der Schulen und den Ehrenamtlichen der Vereine, soll ermöglicht werden, dass Kompetenzen und Erfahrungen der Ehrenamtlichen in die sozial-integrativen Maßnahmen der Schulen einfließen.
Obwohl lange bekannt ist, dass bewegende Aktivitäten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte motivieren und den Unterricht wirkungsvoller gestalten ist der Schulunterricht gegenwärtig noch viel zu häufig von stundelangem Sitzen geprägt.
Auch außerhalb der Sportstunden müssen bewegende Unterrichtsformen in den Schulunterricht integriert werden. Konzepte wie die "Bewegte Schule" sollten daher nicht nur als Leuchtturmprojekte sondern flächendeckend eingeführt werden. Innen- und Außenräume der Schulen müssen durch ihre Gestaltung zur Bewegung motivieren und ermutigen.
Sport- und Bewegungsangebote an Ganztagsschulen sind auch ein Beitrag zum Berliner Breitensport, der im Ranking des HWWI seit Jahren schlecht bewertet wird.
Der rot-rote Senat darf die schlechte Bewertung Berlins nicht länger hinnehmen, sondern muss auch in den Ganztagsschulen ein breites Sportangebot zur Verfügung stellen.
Begrüßung:
Podium "Schule und Verein: Gemeinsam sind wir stark!":
Podium "Mehr Spaß am Lernen durch Bewegung":
Podium "Schule und Vereinssport besser verbinden durch das Ehrenamt":

Die sportpolitischen SprecherInnen der Fraktionen von FDP, CDU und Bündnis 90/Die Grünen

Volker Ratzmann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus

Die TeilnehmerInnen des Podiums "Mehr Spaß am Lernen durch Bewegung" unter der Leitung von Felicitas Kubala, sportpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen