Einzelfallhilfe oder SchulhelferInnen - Fachgespräch vom 10.02.2010
Wie soll die Einzelfallhilfe für behinderte Kinder organisiert werden?
Beim Fachgespräch diskutierten auf dem Podium:
- Rainer-Maria Fritsch (Staatssekretär für Soziales)
- Erhard Laube (Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung)
- Monika Herrmann (Stadträtin für Jugend, Familie und Schule in Friedrichshain-Kreuzberg)
- Jana Jeschke (Rechtsanwältin)
- Rita Schaffrinna (Schulleiterin der Fläming-Grundschule)
- Gudrun Streit Elternvertreterin der Biesalski-Schule und weitere VertreterInnen des Netzwerkes Förderkinder
Gastgeberinnen der Fraktion waren:
- Elfi Jantzen, MdA, familienpolitische Sprecherin
- Jasenka Villbrandt, MdA, sozialpolitische Sprecherin
Wir hatten ca. 30 Gäste.
Resümee des Fachgesprächs:
- Inklusion erfordert eine verlässliche und kontinuierliche Ausstattung mit Hilfen und Assistenz für SchülerInnen mit besonderem Förderbedarf oder Behinderungen, die der Schule ohne ständige Beantragung zur Verfügung stehen muss.
- Für Kinder mit besonderen Handicaps müssen im Einzelfall zusätzliche Hilfen zur Verfügung stehen bis hin zur 1:1 Betreuung, bei langfristiger Prognose auch für einen längeren Zeitraum.
- "Schulhilfe" soll weiterhin durch SenBild/Schule und nicht als Einzelfall-/Eingliederungshilfe zur Verfügung gestellt werden; die Mittel dafür dürfen nicht begrenzt sein.
- Am gesamten Verfahren der Diagnostik und Antragstellung sind die Eltern zu beteiligen (Fallkonferenzen, Förderausschüsse), Einbeziehung externer Gutachter muss gewährleistet werden.
- Es muss durch "Bescheiderteilung" die Möglichkeit gegeben sein, gegen Entscheidungen Widerspruch einzulegen oder ggf. zu klagen.
Das vollständige Protokoll steht als Download bereit.