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Energie & Bildung

23. Januar 2009

Schulen sanieren - Energie und Geld sparen

Pressekonferenz Energetische Schulsanierung

Marode Schulgebäude und Sporthallen sind die Folge des enormen Investitionsstaus. Undichte Schuldächer, unbenutzbare Sanitäranlagen, bröckelnde Wände in Klassenzimmern sind keine angemessene Lernumgebung. Obendrein belasten sie den Bildungsetat mit enormen Betriebskosten. Wie Klimaschutz und Bildung sinnvoll an den Schulen miteinander verknüpft werden können, zeigt unser Projekt "Klima-Schule". Im Januar haben Franz Schulz, Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Özcan Mutlu, bildungspolitischer Sprecher und Michael Schäfer, klimapolitischer Sprecher ein Gutachten zur Schulsanierung vorgestellt.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat Axel Nünke und Stefan Fürkus vom Bildungsträger "City-Büro-Seminar" beauftragt, in Kooperation mit der Lina-Morgenstern-Schule, der Werner-Stephan-Schule, der Grundschule im Grünen und der Wilhelm-Hauff-Schule sowie für eine Sporthalle in Zehlendorf ein Energiegutachten für ihre Gebäude zu erstellen. Es zeigt: Das Einsparvolumen ist immens, die Investitionen rentieren sich. Die Energieeffizienz muss daher bei der aktuellen Sanierungsplanung und den Planungen für das Konjunkturpaket II in Berlin eine zentrale Rolle spielen. Der immense Sanierungsstau der Berliner Schulgebäude muss jetzt endlich abgebaut werden.

Durch die Gutachten wird deutlich, welche energetischen und finanziellen Einsparungsmöglichkeiten die Schulsanierung birgt, wenn sie mit Energieeffizienz verbunden wird. In 10 bis 15 Jahren amortisieren sich die Investitionen. Gleichzeitig kann Klimaschutz natürlich auch im Schulunterricht als Thema verwendet werden. Die energetische Sanierung birgt die Chance, Schülerinnen und Schülern Klimaschutz anschaulich anhand ihrer eigenen Schulsanierung zu vermitteln.

Doch es ist skandalös, dass sich der Senat nach wie vor gegen die grüne Idee eines Klimainvestitionsfonds sperrt. Berlin muss die Chance nutzen, durch die energetische und bauliche Schulsanierung die Konjunktur anzukurbeln, den Sanierungsstau abzubauen und gleichzeitig notwendige bauliche Änderungen mit Blick auf den geplanten Strukturwandel im Bildungssystem voranzutreiben. Wir fordern den Senat auf:

  • Neben den Geldern aus dem Konjunkturpaket II muss der Haushaltsüberschuss 2008 in Höhe von 940 Millionen Euro zur Finanzierung eines revolvierenden Klimainvestitionsfonds eingesetzt werden.
  •  Die energetische Begutachtung muss Teil der Sanierungsplanung für die Schulen werden. Für Energieeffizienzinvestitionen müssen endlich entsprechende Bundesmittel (KfW) genutzt werden.
  • Sanierungsmaßnahmen müssen in Pädagogik- und Unterrichtskonzepte der Schulen eingebunden werden
  • Best-practice-Beispiele müssen gesammelt und ausgetauscht werden können.

Zusätzliche Information

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