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Franziska Eichstädt-Bohlig, Fraktionsvorsitzende, erklärt:
Der Flughafen Tempelhof muss der Stadt und den BürgerInnen in fröhlicher, unverkrampfter und offener Weise übergeben werden. Dazu fehlt dem Senat aber offenbar jegliches Gespür. Ein Abschiedsfest in geschlossener Gesellschaft ist die falsche Geste, gerade weil der Streit über den Flugbetrieb die Stadt so intensiv beschäftigt hat.
Überfällig ist ein Konzept zur schrittweisen Öffnung des Tempelhofer Feldes. Zunächst könnte das Flughafengelände zeitweise für die Bürger geöffnet werden. Warum werden nicht Tore in den Zaun eingebaut und die Berliner können jedes Wochenende bis zur Dunkelheit über das Feld wandern? Die Sportanlagen am Columbiadamm müssen schnellstmöglich und dauerhaft nutzbar gemacht werden. Für den Sport auf dem Stadion Neukölln an der Oderstraße ist ein baldiges Erweiterungskonzept nötig.
Das Interessenbekundungsverfahren zur Nachnutzung des Gebäudekomplexes ist richtig und überfällig. Fraglich ist aber, ob eine Internationale Bauausstellung tragfähig ist, auch wenn ökologisch vorbildliches Bauen geboten wird. Völlig falsch ist es, bei den geplanten Neubaugebieten mit einem Wettbewerb für das räumlich isolierte Columbiadamm-Quartier zu beginnen. Statt dessen muss zuallererst geschaut werden, welche Nutzungen für die Neuköllner Jugend auf dem Tempelhofer Feld gebraucht werden.