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Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin, sagt mit Blick auf den Besuch Klaus Wowereits beim Tierpark:
Die SPD interessiert sich leider nur vor Abgeordnetenhauswahlen für die Zukunft der beiden Berliner Zoos. Der Regierende Bürgermeister hat sein Wahlversprechen von 2006, die Zukunft des Berliner Tierparks durch einen Zuwendungsvertrag mit klaren Vorgaben zu sichern, nicht eingehalten. Er hat weiterhin die Steuermillionen an den Tierpark vergeben, ohne Gegenleistungen einzufordern. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Klaus Wowereit konnte das seit 2007 vorliegende Zukunftskonzept, das den Tierpark mit kleineren Tierbeständen und zeitgemäßen Anlagen attraktiver und wirtschaftlicher machen sollte, nicht gegenüber dem Zoochef durchsetzen. Statt der versprochenen Konsolidierung und Attraktivitätssteigerung stieg der Zuschussbedarf auf über sieben Millionen Euro.
Jetzt, kurz vor der Wahl, soll ein neues Konzept den Bestand des Tierparks durch neue zusätzliche Attraktionen retten. Das klingt gut, ist aber nicht mehr als ein Wahlversprechen, weil Aussagen zum Umgang mit den vorhanden Tierbeständen und zur Finanzierung der erforderlichen 80 Millionen Euro für das geplante Teilkonzept fehlen.
Zehn Jahre Untätigkeit von Rot-Rot haben den Tierpark in diese desolate Lage gebracht. Darüber kann auch der heutige Besuch des Regierenden Bürgermeisters im Tierpark nicht hinwegtäuschen. Der Senat hat die Verantwortung für den Tierpark. Er muss jetzt endlich ein tragfähiges Zukunftskonzept umsetzen.