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Geboren 1973 in Berlin
Diplompädagogin
Bündnis 90/Die Grünen sind derzeit die einzige Partei, bei der Bildung nicht nur Schule und vielleicht auch noch Kita heißt – wenn wir von Bildung reden, meinen wir damit viel mehr, dann reden wir z.B. auch von Ausbildung, von Hochschulen, von Weiterbildung und lebenslangem Lernen.
Wir denken Bildung ganzheitlich. Und das nicht nur in Sonntagsreden: Das Recht auf Bildung gilt es für alle zu verwirklichen. Es ist keine Frage von "vergeudeten Humanressourcen", wenn gesellschaftliche Teilhabe direkt an den Bildungsgrad geknüpft ist, und der Bildungsgrad direkt an die Herkunft – es ist eine Frage von Gerechtigkeit! Deswegen erteilen wir der sozialen Auslese und sowohl Vorschul- als auch Studiengebühren eine deutliche Absage, und setzen z.B. auf die Gemeinschaftsschule mit individueller Förderung als Grundprinzip. Ausgrenzung aus der Hochschule durch flächendeckenden Numerus Clausus oder Aufnahmeprüfungen und ein mehr schlecht als recht funktionierendes Studienförderungssystem muss beendet werden – auch aus Gründen sozialer Gerechtigkeit!
Ich setze mich aktiv dafür ein, dass Bachelor- und Masterstudiengänge endlich studierbar werden – und statt Verschulung und Anwesenheitskontrolle individuelles Studieren und Vereinbarkeit mit Familie, Erwerbsarbeit und politischem und sozialem Engagement Leitmotive des neuen Studiums an Berliner Hochschulen werden.
Europa ist mehr als nur ein Wirtschaftsraum – aber von uns allen hängt ab, ob das künftige Europa in der Lage ist, soziale Mindeststandards zu garantieren, und Mobilität und Freizügigkeit für alle herzustellen. Für alle heißt dabei: auch für diejenigen, die zum Beispiel keine Arbeit haben. Und gerade in Anbetracht aktueller weltweiter Krisen wie dem Klimawandel oder der Finanzmarktkrise muss Europa eine Vorreiterrolle einnehmen, ob es um ökologische Standards oder wirkungsvolle Regulierungsansätze im Finanzbereich geht.
Die Europäische Union hat für viele Menschen Wohlstand und Sicherheit gebracht. Sie darf dies aber nicht auf Kosten anderer tun. Die "Festung Europa" lehnen wir deswegen ab, genauso wie eine Außenwirtschafts- und Entwicklungspolitik, die vor allem die Interessen der eigenen Konzerne schützt, ohne nach den Folgen zu fragen.
Auch wenn der Verfassungsvertrag in mehreren europäischen Ländern abgelehnt wurde – niemand zieht in Zweifel, dass eine Europäische Union mit 27 Mitgliedsstaaten eine neue rechtliche Grundlage braucht. Nur wenn aus den einzelnen Regionen Europas diese Initiative vorangetrieben wird, kann sich die EU zu der modernen, sozialen und ökologischen Gemeinschaft entwickeln, die wir brauchen. Dazu gehört auch die Verabschiedung der Grundrechtscharta, die so bald wie möglich erfolgen sollte.
Mir persönlich liegen dabei der Schutz der individuellen Freiheitsrechte – bis hin zum Datenschutz – und die Rechte der ArbeitnehmerInnen besonders nahe. Hier gibt es viel zu tun, auch und gerade von Berlin aus!
Fon: 030-2325-2418
Fax: 030-2325-2409